Das sagt die Presse über unsere Abteilung
"Der sanfte Gelenkerneuerer" von Claudia Friedrich (Rheinische Post Jan/07)
Seit Anfang des Jahres ist Dr. Peter Mann Chefarzt der Chirurgischen
Klinik II im St. Josefshospital in Uerdingen. Ab März wird mit
computergesteuertem Navigationssystem durchs "Schlüsselloch" operiert.

Der
Andrang ist groß, die Termine sind knapp. Dr. Peter Mann und sein Team arbeiten
unter Hochdruck. Zwischen sechs und acht Operationen täglich leistet das Team um
den 48-jährigen Chefarzt im St. Josefshospital. Es stehen Hüftoperationen auf
dem OP-Plan, und seit Januar, seit Mann Chefarzt der Chirurgischen Klinik II
ist, können hier auf sehr hohem Niveau auch Knie- und Schultergelenke erneuert
und komplizierte Fußoperationen durchgeführt werden. Mann operiert Hüft- und
Kniegelenke mit einem minimal invasiven Eingriff, ein relativ neues Verfahren,
das sich durch einen wesentlich kleineren Zugang zum Gelenk auszeichnet. Mann:
"Das wesentliche Kennzeichen eines minimal invasiven Eingriffs ist der kleine
und schonende Zugang zum Gelenk. Zwar muss der Schnitt mindestens so groß sein,
dass das Implantat hindurch passt. Aber im Vergleich zu herkömmlichen Eingriffen
beträgt er bei einer Hüft-OP, ähnlich auch beim Kniegelenkersatz, nur sieben bis
zehn statt 15 bis 20 Zentimeter."
Schonend für die Weichteile - Doch es sind nicht die
kosmetischen Aspekte, die für eine solche Operationsmethode ausschlaggebend
sind: "Der eigentliche Vorteil liegt in der Schonung der Weichteile. Bei einer
konventionellen Operation werden Muskeln durchtrennt, um an das Gelenk zu
gelangen. Sie werden später zwar wieder vernäht, aber die Verletzungen heilen
langsam. Bei einer minimal invasiven OP nutzt der Chirurg den Raum zwischen den
Muskeln und Sehnen, um das Implantat einzusetzen." Da das Operationsgebiet
kleiner und unübersichtlicher ist, sind spezielle Instrumente und viel Erfahrung
erforderlich. Mann: "Ab März können wir mit Hilfe eines computergesteuerten
Navigationssystems operieren. Das System ist mit einer Infrarotkamera verbunden.
So sehen wir während der Operation in räumlichen Bildern die exakte
Positionierung der Prothese." Sehr häufig auf dem OP-Plan stehen so genannte
Endoprothesenwechsel. Mann: "Die Patienten klagen über Schmerzen, die sie
schlecht zuordnen können. Oft sind es Prothesen, die nicht mehr richtig im
Gelenk sitzen. Der Zement hat sich vielleicht gelockert, der Knochen um die
Prothese löst sich auf. Mit Hilfe eines radioaktiven Kontrastmittels können wir
den Knochenumbauprozess erkennen und zu einer Gelenkerneuerung raten." Bei Dr.
Mann kann jeder operiert werden. "Wir machen hier keine Unterschiede zwischen
Privat- und Kassenpatient."
"Navi für die Knie- und Hüft-OP" (Rheinische Post
11/11/08)
Wenn neue Gelenke eingesetzt werden müssen, hilft im St.
Josefshospital jetzt ein neuartiges Navigationssystem. Das Messgerät liefert
Planungs- und Entscheidungshilfen. Damit ist eine millimetergenaue Platzierung
des Gelenkersatzes möglich.

Einen
neuen Weg beschreiten die Orthopäden am St. Josefshospital. Sie setzen auf ein
Navigationssystem, das ihnen hilft, die neuen Knie- und Hüftgelenke
millimetergenau zu platzieren. "Das Schöne an dieser neuen Technik ist, dass die
Individualität jedes Patienten Berücksichtigung findet. Denn jeder Mensch ist
anders - und das muss bei jeder Operation berücksichtigt werden", erläutert Dr.
Peter Mann, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie.
Kontrollierte Zielerreichung - Die Vorteile des neuen
Navigationssystems sind beeindruckend. Denn wie im Straßenverkehr geht es auch
in der Chirurgie darum, ein definiertes Ziel kontrolliert und auf dem besten
Wege zu erreichen. Die Navigation unterstützt den Operateur mit Informationen,
die auch die Beweglichkeit des Kniegelenks vor und nach der Operation
berücksichtigen. So sind zum Beispiel die korrekte Ausrichtung der Beinachse und
eine optimale Einstellung der Spannung der Bänder sehr wichtig für den
langfristigen Erfolg einer Knie-Operation.
"Die Navigation liefert uns beste Voraussetzungen für den optimalen Sitz des
neuen Knie-Gelenks, eine rasche Rehabilitation, einen natürlichen
Bewegungsablauf nach der OP und eine längere Haltbarkeit des Gelenkersatzes",
berichtet Peter Mann.
"Eines muss ich aber sofort richtig stellen: Ein Navigationsgerät ist kein
Roboter". Im Vergleich mit dem in früheren Jahren propagierten "Robodoc", bei
dem ein Roboter das chirurgische Instrument führte und der Chirurg nur zuschauen
konnte, entscheidet der Operateur bei der Navigation selbst über die einzelnen
Operationsschritte. Er führt auch die Instrumente mit eigener Hand.
"Die Navigation liefert uns sehr genaue Planungs- und Entscheidungshilfen, aber
sie ist weder ein Roboter, noch ein Autopilot", betont der Chefarzt der
Orthopädischen Chirurgie. "Das neue Navigationssystem bietet dem Patienten die
Sicherheit, nach den neuesten klinischen Erkenntnissen behandelt zu werden."